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HPL - Wohnungseingangstüren, Schallschutztüren, Sicherheitstüren

HPL - Wohnungseingangstüren, Schallschutztüren, Sicherheitstüren

HPL - Wohnungseingangstüren / Schallschutztüren / Sicherheitstüren

Unsere Wohnungseingangstüren sind Multifunktionstüren und verbinden Optik mit Schallschutz, Einbruchschutz und Klimastabilität. Die dazu gehörigen Zargen finden Sie in der Kategorie Holzzargen bzw. Stahlzargen für Wohnungseingangstüren.

Türen mit HPL Oberfläche sind allerhärtesten Anforderungen gewachsen. Diese Oberfläche wird hauptsächlich dort eingesetzt, wo eine intensive Nutzung und Beanspruchung der Oberfläche vorliegt. Dies sind unter anderem Kindergärten, Krankenhäuser, Schulen, Einrichtungen und Büros. Aber auch im privaten Bereich findet diese Oberfläche, durch ihre große Vielzahl an über 400 möglichen Oberflächen und Ihre Kombinationsmöglichkeit immer mehr Anklang.
HPL (High Pressure Laminate) bedeutet übersetzt "Hochdrucklaminat" und besteht aus mehreren mit Melamin- und Phenol-Harz getränkten Papieren, die unter hohem Druck und Hitze in Mehretagenpressen hergestellt werden.
Durch die Verwendung hitzebeständiger Harze halten die fertigen Platten auch hohen Temperaturen kurzzeitig stand, ohne Schaden zu nehmen.

Die Oberfläche ist:
• stoßfest  • kratz- und abriebfest  • hitzebeständig  • lichtbeständig (dunkelt nicht nach)  • fleckenunempfindlich  • leicht zu reinigen und zu desinfizieren  • Wasser und Wasserdampfbeständig  • Lösungsmittel und weitgehend chemikalienbeständig  • sehr gute Beständigkeit gegen alle handelsüblichen Klebebänder  • extrem pflegeleicht  • weitgehend resistent gegen alle handelsüblichen Reinigungsmittel  • hat einen hohen Abriebwiderstand  • geruchsneutral  • unempfindlich gegen Alkohol

Heutzutage sind Wohnungseingangstüren auch gleichzeitig Schallschutztüren. Wohnungseingangstüren dienen zur Abschottung von Lärm und zur Wahrung der Diskretion. Die Anforderungen von Wohnungseingangstüren bzw. Schallschutztüren ist in der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ geregelt. Zusätzlich können Wohnungseingangstüren einbruchhemmend ausgestattet werden. Ein effizienter Schallschutz im Sinne der geforderten Norm wird durch das optimale Zusammenspiel der gesamten Türkonstruktion, bestehend aus Türblatt, Zarge, Beschlägen sowie der Bodenfuge erreicht. Wir bieten Ihnen ein umfangreiches Sortiment an geprüften Schallschutzelementen an.

Folgende Schallschutzklassen sind möglich:

  • Schallschutzklasse   I = 32 dB Rw,P bzw. 27 dB Rw,R
  • Schallschutzklasse  II = 37 dB Rw,P bzw. 32 dB Rw,R
  • Schallschutzklasse III = 42 dB Rw,P bzw. 37 dB Rw,R
  • Schallschutzklasse IV = 47 dB Rw,P bzw. 42 dB Rw,R            

Höhere Schallschutzanforderungen auf Anfrage möglich.

Schallschutz:
In der DIN 4109 werden die Schallschutzwerte, die gemessen in dB (Dezibel) für bestimmte Türen gesetzlich vorgeschrieben, geregelt. Der geforderte Schallschutz „Rw“ bezieht sich auf ein am Bau eingebautes Türelement, ohne angrenzende Bauteile (Wände, Decken, Böden). Damit die Schallschutzwerte, die im Labor gemessen werden, auf die Praxis übertragbar sind, wurde ein Vorhaltemaß eingeführt.

Das sogenannte „Vorhaltemaß“ soll den Unterschied zwischen den, im Labor gemessenen Türelementen und dem tatsächlichen Schallschutzwert am Bau berücksichtigen. Das Vorhaltemaß für Türen beträgt 5 dB. Durch dieses Vorhaltemaß sind die üblichen Schallnebenwege, die am Bau vorhanden sind, bewertet.

Der im Labor gemessene Wert eines eingebautem Türelementes (Türblatt und Zarge) wird mit Rw,P angegeben. Das „P“ steht für Prüfwert. Durch den Abzug des Vorhaltemaßes von 5 dB ergibt sich dann der Wert vor Ort (auch Rechenwert genannt) mit der Angabe Rw,R.

Rechenbeispiel: Angenommen Sie benötigen einen Wert von 27 dB Rw,R auf der Baustelle. Dann benötigen Sie eine Schallschutztür der Schallschutzklasse 1. Diese hat einen Laborwert von 32 dB Rw,P – 5 dB Vorhaltemaß = 27 dB Rw,R (im eingebautem Zustand)

 

 

 

Schallschutz-
klassen
bewertetes Schalldämmmaß
(Laborprüfung)
Rw,P
bewertetes Schalldämmmaß
(am Bau)
Rw,R
Einbaubedingungen
(Anmerkungen)
Einsatzempfehlungen nach DIN4109, Tab 3
1 32 dB Rw,P 27 dB Rw,R --- Wohnungen + Arbeitsräume
Türen, die von Hausfluren oder Treppenräumen in Flure und Dielen von Wohnungen und Wohnheimen oder von Arbeitsräumen führen
2 37 dB Rw,P 32 dB Rw,R Abschlussfugen beigeputzt oder versiegelt Beherbergungsstätten
Türen zwischen Fluren und Übernachtungsräumen
Krankenanstalten und Sanatorien
Türen zwischen Fluren und Krankenräumen, Operatungs- bzw. Behandlungsräumen, Fluren und Operations- bzw. Behandlungsräumen
Schulen und vergleichbare Unterrichtsbauten
Türen zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren
3 42 dB Rw,P 37 dB Rw,R Abschlussfugen beigeputzt oder versiegelt zzgl. vollständiger Hinterfüllung Wohnungen + Arbeitsräume
Türen, die von Hausfluren oder Treppenräumen unmittelbar in Aufenthaltsräume - außer Flure und Dielen - von Wohnungen führen
Krankenanstalten und Sanatorien
Türen zwischen Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern, Fluren und Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern
4 47 dB Rw,P 42 dB Rw,R Herstellerangabenbeachten  

 

 

 

 


 

Einbruchschutz:
Alle drei bis fünf Minuten wird in Deutschland ein Einbruch verübt. Aus diesem Grund sollte bei Neu-, Um- oder Erweiterungsbauten sowie beim Austausch alter oder beschädigter Wohnungseingangstüren grundsätzlich der Einbau von geprüften einbruchhemmenden Türen überlegt werden. Die Sicherheitsmerkmale einbruchhemmender Türen sind äußerlich nicht erkennbar. Geprüfte einbruchhemmende Türen können Einbrüche verhindern, bei denen Werkzeuge und/oder körperliche Gewalt zum Einsatz kommen.
Seit 2011 gelten europäische Normen für den Einbruchschutz und haben damit die nationalen Normen abgelöst.
Aus den Widerstandklassen „WK“ wurde die Resistance Class „RC“. Sie basieren auf einem Verfahren, bei dem ein fiktiver Einbrecher beispielweise die Pläne einer Tür nach möglichen Schwachstellen analysiert und innerhalb einer gewissen Zeit aufbrechen kann. Durch die strengere Einteilung ist die einfache Übertragung der Klassen von bisher WK auf RC nicht ohne weiteres zulässig.


Untenstehend haben wir Ihnen eine Korelation der Widerstandsklassen von DIN V ENV 1627 zur neuen DIN EN 1627 aufgeführt.

 

 

Widerstandsklasse
nach DIN EN 1627
Widerstandsklasse
nach DIN V ENV 1627
Tätertyp + Täterverhalten
 
RC1N WK1 Grundschutz gegen Aufbruchversuche mit körperlicher Gewalt wie Gegentreten, Gegenspringen und Herausreißen.
RC2 WK2 Gelegenheitstäter mit einfachem Gerät
Widerstandszeit 3 Minuten*
Ein Gelegenheitstäter versucht, mit Hilfe einfacher Werkzeuge einzudringen: Er setzt einen Schraubendreher ein, verwendet eine Zange, treibt Keile in das Bauteil oder setzt freiliegenden Bändern mit einer kleinen Handsäge zu.
Werkzeugsatz A 2. Beim Prüfverfahren können die Keile oder der Schraubendreher mit einem Gummihammer eingetrieben werden, um entsprechende Schläge mit der Hand zu simulieren. Ansonsten stehen folgende Werkzeuge zur Verfügung: 1 Schraubendreher, 1 Rohrzange, 1 Verlängerungsstahlrohr, verschiedene Kunststoff-/Holzkeile sowie diverse Sägen (Holz-, Blatt- und Bügelsäge).
RC3 WK3 Aufbruchversuch des Täters mit zweitem Schraubendreher und Kuhfuß
Widerstandszeit 5 Minuten*
Der Einbrecher ist besser ausgerüstet und nimmt einen zweiten Schraubendreher, verschiedene Handwerkzeuge (kleiner Hammer, mechanischer Bohrer etc.) sowie einen Kuhfuß zu Hilfe, um sich durch die stärkere Hebelwirkung leichter Zugang zu verschaffen. Mit dem Bohrwerkzeug können anfällige Schließvorrichtungen angegriffen werden.
Werkzeugsatz A 3. Der Schlosserhammer darf die Tür nicht direkt treffen – es ist bei diesem Prüfverfahren auch nicht zulässig, mit dem Kuhfuß auf den Probekörper einzuschlagen. Die beiden Werkzeuge sind als Splinttreiber bzw. für das Heraushebeln oder Einstechen in die Tür vorgesehen. Neben dem Instrumentarium aus dem Werkzeugsatz A 2 steht Folgendes zur Verfügung: jeweils 1 Schraubendreher, Kuhfuß, Säge, Schlosserhammer, Handbohrer, Satz mit Bohrern und 1 Satz Splinttreiber.
RC4 WK4 Erfahrener Täter verfügt zusätzlich über Säge- und Schlagwerkzeuge (Axt, Stemmeisen, Hammer, Akku-Bohrschrauber etc.)
Widerstandszeit 10 Minuten*
Der erfahrene Täter hat professionelles Equipment im Gepäck: Er greift zur Säge, setzt unterschiedliche Schlagwerkzeuge wie Axt, Stemmeisen und eine Akku-Bohrmaschine ein. Die Angriffsfläche ist durch den unterschiedlichen Einsatz der Hilfsmittel deutlich größer. Auch die Risikobereitschaft ist in Erwartung einer angemessenen Beute hoch, der Eindringling ist entschlossen, sich Zutritt zu verschaffen.
Werkzeugsatz A 4. Die größere Bandbreite an Werkzeugen macht den Angriff gefährlicher. Eingesetzt werden in dieser Klasse zusätzlich zu den Geräten des Werkzeugsatzes A 3: jeweils 1 Kolbenhammer, Kaltmeißel, Holzmeißel, Axt, Bolzenschneider, Akku-Bohrmaschine, Satz mit Bohrern und 2 Blechscheren.
RC5 WK5 Erfahrener Täter verfügt zusätzlich über Elektrowerkzeuge (Bohrmaschine, Stichsäge, Winkelschleifer etc.)
Widerstandszeit 15 Minuten*
Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeuge wie z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer ein.
RC6 WK6 Erfahrener Täter verfügt zusätzlich über leistungsfähige Elektrowerkzeuge (Bohrmaschine, Stichsäge, Winkelschleifer etc.)
Widerstandszeit 20 Minuten*
Der erfahrene Täter setzt zusätzlich leistungsfähige Elektrowerkzeuge, wie z. B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer ein.


(* Die angegebene Zeit gibt die reine Bearbeitungszeit der Türen wider. Die Zeitmessung erfolgt erst ab dem Moment, in dem das erste Werkzeug angesetzt wird. Mit steigender Widerstandsklasse wird a) die erforderliche Widerstandszeit verlängert und b) das erlaubte Werkzeug immer leistungsfähiger.)

Klimastabilität:
Wohnungseingangs-Türelemente werden in der Regel standardmäßig in der Klimaklasse 2 geliefert.
Das Differenzklima bei Klimaklasse 2 beträgt:
Türblattseite 1 -> Lufttemperatur 23° +/- 2° - Rel. Feuchte (U) 30% +/- 5%
Türblattseite 2 -> Lufttemperatur 13° +/- 2° - Rel. Feuchte (U) 65% +/- 5%

Bei höheren Beanspruchungen sollte die Klimaklasse 3 verwendet werden.
Das Differenzklima bei Klimaklasse 3 beträgt:
Türblattseite 1 -> Lufttemperatur 23° +/- 2° - Rel. Feuchte (U) 30% +/- 5%
Türblattseite 2 -> Lufttemperatur 3° +/- 2° - Rel. Feuchte (U) 85% +/- 5%

Bei Klimaklasse 3 Türen wird eine Aluminiumabsperrungen in das Türblatt eingearbeitet.