Türen und Beschlag Paul 24 GmbH

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Die 20 häufigsten Fragen beim Türenkauf

1.) Gibt es Standardmaße für Türen? -> Antwort: JA
Die in der DIN 4172 (Wandöffnungen) geregelte Abhängigkeit der Stein- und Fugenmaße ist der Grund für die Normschritte von je 12,5 cm in Türbreite und Türhöhe. Laut der DIN 4172 ergeben Stein und Fuge zusammen immer 25 cm und da nur halbe und ganze Steine zugrunde gelegt werden, kommt man auf diese Normschritte von 12,5 cm. Ebenso in der Höhe, bei der ein Normstein 11,5 cm plus einer 1 cm Fuge beträgt, ergeben sich die gleichen Normschritte. Standardmaße In Abstimmung mit der DIN 18100 legt die DIN 18101 bestimmte Maße für einflügelige und zweiflügelige Türen fest, die als sogenannte Vorzugsmaße von den meisten Herstellern als standardisierte Größen für industriell ebenso wie handwerklich gefertigte Türen angeboten werden. Bei einer Einhaltung dieser Maße sollten Zargen, Türblätter und Türbänder immer passen, und auch ein späterer Austausch der Blätter müsste unproblematisch erfolgen. Die DIN definiert außerdem bestimmte maßliche Bezugskanten und unterscheidet in gefälzte und ungefälzte Türblätter.
Nicht alle möglichen Wandöffnungen für Türen finden in der Praxis Verwendung. Durchgesetzt haben sich nur einige Standardmaße, für die auch nähere Einzelmaße angegeben sind. Breite Höhe DIN 18101

2.) Gibt es Innentüren auch in Sondermaßen? -> Antwort: JA
Viele Innentüren und Zargen sind auf Anfrage in Sondermaßen erhältlich. Wenn bei Ihnen die Maueröffnung von den Standardmaßen abweicht, entscheiden Sie, ob die Wandöffnung dem Normmaß anpasst werden soll oder ob Sie die Innentür und Zarge im Sondermaß bestellt möchten.

3.) Kann ich meine Glastür kürzen lassen?
Eine Ganzglastür aus ESG oder VSG wird bei der Produktion unter Spannung hergestellt. Ein nachträglich kürzen hebt diese Spannung auf und führt zum Bruch einer Glastür. Mann kann aber grundsätzlich jede Glastür auch in Sondermaßen erhalten.

4.) Muss ich meine vorhandene Stahlzarge ausbauen?
Nicht unbedingt. Heutzutage gibt es Renovierungselemente die speziell dafür gedacht sind eine alte Holzzarge mit einer neuen Holzzarge zu ummanteln. Zu beachten ist hierbei, dass eine Ummantelung der Stahlzarge das Durchgangsmaß verringert und das Türblatt generell in einem Sondermaß hergestellt werden muss.

5.) Was sind die Grundbegriffe bei Türen und Zargen?
Türbegriffe

6.) Wie messe ich Tür und Zarge richtig?
Die schönste Tür nützt nichts, wenn sie nicht passt. Nehmen Sie vor dem Türenkauf richtig Maß, denn das spart Zeit und Kosten. Sie müssen neben der Breite und Höhe der Türöffnung auch die Tiefe der Wandöffnung bestimmen. Bitte berücksichtigen Sie bei der Wandstärke ggf. den Fliesenstärke sofern Sie Fliesen im Bereich der Zarge an der Wand haben sollten.
Maß nehmen

7.) Was ermittele ich die DIN Richtung einer Tür bzw. Zarge?
Man spricht von einer "rechten Tür", wenn die Bänder rechts sichtbar sind und von einer "linken Tür", wenn die Bänder links sichtbar sind. So gibt es keine Verwechslungen.
DIN Richtung

8.) Erst die Türen oder den Bodenbelag oder Tapezieren bzw. Fliesen?
Bevor neue Türen montiert werden, sollten Bodenbelag und Wandgestaltung inkl. Tapezieren fertig sein. So entsteht ein sauberer Übergang zu Wand und Boden. Nur Stahlzargen werden im Rohbau gesetzt und mit verputzt.
Bei Fliesen kommt es darauf an, ob Sie eine Stahl- oder eine Holzzarge einbauen möchten. Stahlzargen werden immer schon im Rohbau gesetzt. Bei einer Holzzarge sollte zuerst gefliest und erst danach die Zarge eingebaut werden unter der Berücksichtigung dass die Wand Raumhoch gefliest wird. Das hat mehrere Vorteile: Die Zarge wird durch das Fliesenlegen nicht beschädigt oder verschmutzt und der Wandabschluss ist später sauberer, vor allem bei Wänden, die nicht ganz lotrecht sind. Außerdem ist ein späterer Türenaustausch oder eine Renovierung wesentlich leichter.
Beim Kauf der Zarge sollten Sie die Fliesen für das Aufmaß berücksichtigen. Das heißt, die Zargenbreite bzw. die Wandstärke der Zarge wird inklusive der Fliesenstärke gemessen. Ist die Zarge schließlich auf den Fliesen eingebaut, können Sie die entstehende Fuge zwischen Zarge und Fliese versiegeln.
Wird die Wand nur teilweise gefliest (z.B. bis zu einer Höhe von 1600 mm) dann ist es Ihre ermessen-sache ob die Zarge auf den Fliesen liegen oder die Fliesen an die Zarge angestoßen werden soll.

Vorteil wenn Fliesen an die Zarge stoßen:

- sie haben keinen Luftspalt in der Stärke der Fliesen im oberen Bereich der Zarge (wo keine Fliesen vorhanden sind)

Nachteil wenn Fliesen an die Zarge stoßen:

- die Verlegen der Fliesen, zumindest im Bereich der Zarge, kann erst erfolgen, wenn die Zarge eingebaut wurde.

9.) Welche Türeinlagen gibt es ?

Wabenkerneinlage

Wabenkerneinlage / Verbundeinlage (WAB)

Als die wohl einfachste Konstruktion gilt in der Türenindustrie die Waben- oder auch Verbundeinlage (Flächengewicht ca. 8 kg/m²). Hier besteht das Innenleben aus einer Wabenstruktur aus imprägnierter Pappe.

Röhrenspanstreifeneinlage

Röhrenspanstreifeneinlage (RSS)

Röhrenspanstreifen sind Türeinlagen, die aus Streifen von Spanplatten bestehen. Sie erfüllen die Anforderungen aller Einsatzbereiche mit durchschnittlicher mechanischer Beanspruchung und sind damit deutlich stabiler als Türen mit Wabeneinlage (Flächengewicht ca. 12 kg/m²).

Röhrenspankerneinlage

Röhrenspankerneinlage (RSP)

Röhrenspankern sind Türeinlagen, die aus einer vollflächigen Spanplatte mit ausgehöhlten Röhren bestehen. Die hochwertige Röhrenspankern-Einlage bietet eine hohe Stabilität und eine gute Geräuschdämmung (Flächengewicht ca. 15 kg/m²).

Vollspaneinlage

Vollspaneinlage (VSP)

Die Vollspaneinlage (Flächengewicht von ca. 23 - 34 kg/m²) kommt überall da zum Einsatz, wo höhere Ansprüche an ein Türblatt gestellt werden als nur der Sichtschutz.

Massivholz

Massivholz

Im Bereich Landhaustüren - auch schon mal Füllungstüren genannt - wird in der Regel Massivholz (Fichte / Kiefer) verbaut. Dabei können die Friese (Rahmenteile) sowohl Füllungen aus Holz, oder aus Glas umschließen (Flächengewicht ca. 13 kg/m²).

 

10.) Worin unterscheiden sich die verschiedenen Tür-Oberflächen?
Die Qualitätsunterschiede der Oberflächen liegen in Ihrem Aufbau und in Ihrer Art. Je nach Oberfläche haben Sie unterschiedliche Eigenschaften.
Weiß lackiert:

Standardmäßig werden weiß lackierte Türen und Zargen in ähnlich RAL 9010 lackiert. Weiß ist zeitlos, denn es antwortet auf jeden Wohntrend. Stilsicher, da es sich in jeden Einrichtungsstil einfügt. Edel, weil es Räume heller und größer wirken lässt. Die angenehme, glatte Oberfäche kennzeichnet den Charakter weiß lackierter Türen. Weiß lackierte Türen und Zargen sind dank ihres mehrschichtigen Lackaufbaus äußerst widerstandsfähig und abriebfest. Das seidig matte Weiß ist die richtige Wahl, wenn eine Tür mit allen Stilrichtungen harmonieren und eine offene Atmosphäre verbreiten soll. Natürlich können Türen und Zargen auch in fast jeder anderen Farbe nach RAL-Farbtönen oder NCS- Farbsystem lackiert werden.
Furnier:
Einzigartig, natürlich, pflegeleicht - Furnier ist echtes Holz und das in seiner schönsten Form. Individuelle Farben, Maserungen und Strukturen machen jede Furnieroberfläche zu einem einzigartigen Zeugnis der Natur. Je nachdem, wie der Baumstamm bei der Verarbeitung geschnitten wird und die Furnierblätter anschließend zu einem Deck (0,5 mm bis 0,7 mm) zusammengefügt werden, entstehen Furnierbilder, die unterschiedlicher nicht sein können. Ob blumig, mit Streifer, Splint oder im Mix, jedes Furnier ist dabei einzigartig. Ein Klarlack sorgt dafür, dass Furnieroberflächen auch robust gegenüber mechanischen Beanspruchungen sind.
Kunststoff (Dekor / CPL / HPL):
Einzigartig, natürlich, pflegeleicht - Furnier ist echtes Holz und das in seiner schönsten Form. Hinter der Bezeichnung "Kunststoffoberfläche" verbergen sich heute hinsichtlich Qualität und Design sehr unterschiedliche Schichtstoffe. Hergestellt werden sie aus vielen, mit Harzen imprägnierten Papierlagen, die anschließend mit hohem Druck verpresst werden.

Man unterscheidet drei Qualitätsstufen:

Die Finishfolie (Dekor):
Sie ist eine einfache Dekorfolie, bei der die mechanische Stabilität durchaus Grenzen hat.

CPL:
Die CPL Oberfläche (Continuous Pressure Laminate) ist die wohl verbreiteste Kunststoffoberfläche. Mit einer Stärke von etwa 0,2 mm ist sie äußerst widerstandsfähig sowie kratz-, abrieb- und stoßfest. Aufgrund ihrer Oberflächendichte sind CPL-Oberflächen zudem pflegeleicht und lösungsmittelbeständig, so dass sich Verschmutzungen und Kleberreste problemlos beseitigen lassen.

HPL:
HPL (High Pressure Laminate) ist mit einer Stärke von 0,5 bis 2 mm die robusteste Oberfläche. Der mehrlagige Aufbau und die Qualität der eingesetzten Materialien, die im Hochdruckverfahren miteinander verpresst werden, machen HPL-Schichtstoffe äußerst widerstandsfähig gegenüber mechanischer, thermischer oder chemischer Beanspruchung.

Massivholz Oberflächen:
Die Entscheidung für eine Massivholz-Tür und Zarge ist eine Entscheidung für natürliches Wohnen und wohliges Ambiente. Die ursprünglichen Wuchsmerkmale machen jede Tür zum Einzelstück. Im Laufe der Zeit erhält das Holz einen noch stärkeren Ausdruck. Der Aufbau aus ausschließlich massivem Holz macht die Tür besonders robust. Und kleinere Oberflächen-Beschädigungen lassen sich problemlos eigenhändig ausbessern.

 

11.) Welche Türkantenausführungen gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Türblattkantenausführungen. Die eckige Türkante und die Rundkante.
Türblattkanten
Türen mit eckiger Kante sind generell bei allen Oberflächen möglich. Türen mit einer Rundkante können nicht bei allen Oberflächen hergestellt werden.

12.) Kann ich unterschiedliche Oberflächen auf einer Innentür haben?
Dies ist abhängig von den gewünschten Oberflächen. Nicht jede Oberfläche kann mit einer anderen Oberfläche kombiniert werden. Folgende Möglichkeiten sind bei den meisten Türherstellern möglich:

  • 1. Seite Furnier – 2. Seite Weiß lackiert
  • 1. Seite Furnier – 2. Seite HPL Beschichtung
  • 1. Seite Furnier z.B. Buche – 2. Seite z.B. Ahorn
  • 1. Seite HPL z.B. in Oberfläche weiß – 2. Seite HPL z.B. in Oberfläche rot
2-seitig unterschiedliche Oberflächen kommen z.B. oft bei Wohnungseingangstüren vor. So kann die Oberfläche auf der Außenseite (Bandgegenseite) in Weiß lackiert und auf der Innenseite (Bandseite) in Buche furniert ausgeführt werden.

 

13.) Was sind verstärkte Bandtaschen für Ganzglastüren?
Bei der Aufnahme von Ganzglastüren in die Zargen fällt den Bandtaschen eine besondere Bedeutung zu. Häufig reichen die herkömmlichen Bandtaschen nicht aus, um das Gewicht der Ganzglastüren dauerhaft zu halten.
Aus diesem Grund gibt es, Herstellerabhängig, Verstärkungsplatten die sich auf der Zarge problemlos mit der vorhandenen Bandtasche montieren lassen. Dadurch wird die vorhandene Bandtasche verstärkt und kann problemlos einem höherem Gewicht standhalten.
Bandtaschen

14.) Was sind Klimaklassen und Beanspruchungsgruppen?
Für die Anforderungen, die an hochwertige Innentüren zu stellen sind, gibt es verschiedene Regelwerke und Vorschriften. Nicht nur die Normen wie z. B. DIN 68706 und DIN 18101 sind heranzuziehen. Auch interne Qualitätskriterien, sowie andere, teilweise im Baurecht verankerte Vorschriften geben dem Türenhersteller und dem Anwender Auskunft über wichtige zusätzliche Eigenschaften einer Tür.

In erster Linie sind hier die RAL - Güte- und Prüfbestimmungen für Innentüren aus Holzwerkstoffen (RAL-GZ 426) zu nennen. Im Rahmen der Gütegemeinschaft Innentüren werden spezielle Anforderungen an das Stehvermögen und die mechanische Beanspruchung von Türen und Zargen und deren Prüfung gestellt und überwacht. Diese bilden die Grundlage für die Klassifizierung einer Tür und einer Zarge.

Die RAL-GZ 426 besteht aus drei Teilen:

  • RAL-GZ 426/1 für Innentüren
  • RAL-GZ 426/2 für Zargen
  • RAL-GZ 426/3 für Innentüren und Zargen in Feucht- u. Nassräume

Bei der Auswahl von Türen und Zargen bezüglich des Stehvermögens und der Beanspruchungsgruppe geben die Einsatzempfehlungen wertvolle Entscheidungshilfen. Die dort je nach Verwendungszweck angegebene Klimaklassen und Beanspruchungsgruppen sind als begleitende Leistungsaussage neben den anderen Eigenschaften einer Tür wie z.B. Schalldämmung, Einbruchhemmung, Rauchschutz etc. durch den Planer oder Auftraggeber vorzugeben.

Hygrothermische Beanspruchung von Innentüren – Klimaklassen

Holz- und Holzwerkstofftüren können sich unter dem Einfluss von Klimadifferenzen verformen, d.h. auf beiden Seiten der Tür wirkt ein unterschiedlich warmes und feuchtes Klima ein. So kommt dem Stehvermögen einer Tür eine grundsätzliche Bedeutung für Ihre Funktionserfüllung zu. Mit dem Stehvermögen meint man die Eigenschaft einer Tür, sich bei einem Differenzklima nur sehr wenig zu verformen und so den Raumabschluss zu wahren. Neben optischen sind es vor allem technische Gründe, die die Bedeutung des Stehvermögens unterstreichen. Augenfälliges Beispiel ist die Schallschutztür. Die Schalldämmleistung fällt rapide ab, wenn durch die Verformung des Türblatts der Dichtschluss verloren geht.
Bei den klimatischen Belastungen der Innentüren unterscheidet man nach geringem, mittlerem und hohem Differenzklima, den sogenannten Klimaklassen I, II und III.

Die Verformungsobergrenze ist in den Güteund Prüfbestimmungen mit 4 mm festgelegt. Dies ist lediglich ein Grenzwert, der während der Klimaprüfung nicht überschritten werden darf. Das heißt, auch Türen der Klimaklasse III dürfen sich verziehen. Die zulässige Durchbiegung ist in der Praxis nur ein Beurteilungskriterium. Wichtiger ist die Funktionserfüllung, z.B. der Erhalt der Schalldämmleistung oder der Schließbarkeit.

Klimaklasse III nach RAL 426 -GZ Teil 1 bzw. Klasse 2c nach DIN EN 12219 und DIN EN 1121 Die erhöhten Anforderungen an das Stehvermögen der Tür wird durch eine 4,5mm dicke Aluminium-Hartfaser-Verbund-Absperrung erzielt. Die Klimaklasse III Ausstattung ist bei Röhrenspankern-, Vollspan- Schallschutz, Rauch- und Brandschutztüren möglich.
Klimaklassen
Klimaklassen nach RAL und DIN EN (Auszug aus RAL-GZ 426 Juli 2010, Tabelle 4: Vergleich der Prüfklimate)
Klimaklassen-Tabelle

Mechanische Beanspruchung von Innentüren

Experten haben hier, je nach Höhe der zu erwartenden mechanischen Belastung, Einteilungen in die Beanspruchungsgruppen N, M,S und E festgelegt. Zur Ermittlung der mechanischen Widerstandsfähigkeit werden folgende mechanische Prüfungen vorgenommen:
  • Veritkale Belastung nach DIN EN 947
  • Statische Verwindung nach DIN EN 948
  • Harter Stoß nach DIN EN 949
  • Weicher Stoß nach DIN EN 950

Die wesentlichen Tür-Komponenten die dabei beansprucht werden sind:
  • Oberfläche
  • Rahmenhölzer
  • Türkonstruktion
  • Bänder, Schlösser, Schließbleche und deren Befestigung


Die Klassen N (normal) und M (mittel) sind in ihren Prüfmerkmalen in etwa am normalen Gebrauch mit pfleglicher Behandlung orientiert. Die Klasse S (stark) spiegelt eher die starke Nutzung aber auch den „normalen Missbrauch“ wider. Der „normale Missbrauch“ beinhaltet jedoch nicht die gewaltigen Kräfte, die auftreten können z.B. durch falsch versetzte Türstopper, Verklemmen der Tür im Band- oder Schlossbereich oder extremes Auf- oder Zuschlagen durch Zugwind.

Die übliche Benutzung der Türen in unterschiedlichen genutzten Räumen ergibt:

Normale Beanspruchung: z. B. Wohnungsinnentüren (N)
Mittlere Beanspruchung: z. B. öffentlicher Verwaltungsbau, Sprechzimmer (M)
Starke Beanspruchung: z. B. Wohnungseingang, Kindergarten, Krankenhaus, Hotelzimmer (S)
Extreme Beanspruchung: z. B. Herberge, Schule, Kaserne

Beanspruchung-Tabelle

 

15.) Wie baue ich alte Holzzargen aus?
Zargen ausbauen

16.) Wie werden Innentüren und Zargen montiert?
Innentüren und Zargen montieren 1 Innentüren und Zargen montieren 2 Innentüren und Zargen montieren 3

17.) Können Innentüren gekürzt werden?
!!! Bitte beachten Sie, dass die unten angegebenen Angaben, von Hersteller zu Hersteller abweichen. Die unten gemachten Angaben beruhen auf Informationen von Jeld-Wen Türen.

Stand der Technik ist heute, dass Türen passgenau aufgemessen werden und ein Kürzen auf der Baustelle nicht notwendig ist. Besonders bei Türen mit Bodendichtung kann das Kürzen auf der Baustelle sehr aufwändig sein.

Sollte es trotzdem notwendig werden, sind folgende Hinweise zu beachten:

Drehflügeltüren werden unten und Schiebetüren oben gekürzt. Da Schiebetüren oben befestigt werden, haben sie oben 2 Rahmenhölzer und unten nur eins. Wird eine Schiebetür um eine Rahmenholzbreite gekürzt, kann es zu Problemen mit der Aufhängung kommen, besonders wenn Befestigungsschrauben überdreht werden oder nicht passend vorgebohrt wird.

Im Weiteren wird nur noch auf Drehflügeltüren eingegangen.
Brand-Rauchschutztüren dürfen nur auf das in der Montageanleitung angegebene Maß gekürzt werden. Kürzt man Türen über die Breite des unteren Rahmenholzes, so kann ein ca. 1 mm breiter Luftspalt sichtbar werden, da die Rahmenhölzer grundsätzlich nicht miteinander verleimt sind. Beim Kürzen von Türen im Sondermaß kann aufgrund fertigungstechnischer Gegebenheit unten teilweise kein „ganzes“ sondern nur ein „halbes“ Rahmenholz in der Tür sitzen, so dass die Fuge schon nach wenigen Millimetern sichtbar wird. Bei mehrschichtig aufgebauten Türen (Schallschutztüren) verringert das Kürzen die mechanische Stabilität der Türen, im Extremfall können die Türen aufgehen. Daher ist vom Kürzen bei gleichzeitigem Nachnuten der Bodendichtung abzuraten. Bei einschichtigen Röhrenspan- oder Vollspantüren passiert dies nicht. Als innere Rahmenhölzer werden bei allen Standardtüren hochwertige Holzwerkstoffe (z.B. hochverdichtete Spezialspanplatten) eingesetzt.

Werden diese sichtbar, so hat das auf die Funktionalität der Tür keinen Einfluss. Ist mit Feuchtigkeit z. B. durch Wischwasser oder ähnlichem zu rechnen, so müssen die Türen allein schon wegen der Spanplatten–Absperrungen geschützt werden. Grundsätzlich empfiehlt sich, in Feucht- und Nassräumen jedoch spezielle Feucht- und Nassraumtüren einzusetzen. Preiswerte Fertigtüren mit Verbundeinlage haben unten nur einen Rahmen, so dass sich die Kürzbarkeit hier deutlich reduziert.

Standardrahmenbreite und Kürzbarkeit bei Normlänge 1985 mm:

Wabenkerneinlage max. 15 mm kürzbar
Rörenstreifeneinlage max. 30 mm kürzbar
Röhrenspaneinlage max. 30 mm kürzbar
Vollspaneinlage max. 30 mm kürzbar


Auf Kundenwunsch können Türen oben oder unten mit zusätzlichen Rahmen bestellt werden, auch in abweichenden Holzarten, so dass ein Kürzen auf der Baustelle besser möglich ist. Die konstruktiven Einschränkungen sind zu beachten.

18.) Was ist Bodenluft und was bedeutet Unterschnitt?
Mit Kürzen oder Unterschneiden von Türen ist das nachträgliche Ablängen der Tür gemeint. Die Gründe dazu können unterschiedlich sein, mal ist es der ungleichmäßige Fertigfußboden, mal eine ge-wünschte größere Luftzirkulation die eine Erhöhung der üblichen Bodenluft notwendig macht.

Als Bodenluft bezeichnet man den Luftspalt zwischen Unterkante Tür und OFF (Oberkante Fertigfußboden). Gemäß den zulässigen Toleranzen aktueller Normen kann die Bodenluft zwischen 1–12mm betragen. Üblicherweise liegt die Bodenluft zwischen 5-7mm. Bei der auf Wunsch vorgenommenen werksseitigen Kürzung wird das Türblatt um den angegebenen Wert gekürzt, die Bodenluft errechnet sich dann aus der üblichen Bodenluft (5-7mm) plus der Angabe des Unterschnittes.

Beispiel: Übliche Bodenluft 5mm
Unterschnitt lt. Angabe 15mm
Bodenluft 20mm

Bodenluft

19.) Welche Reinigungs- und Pfelgehinweise sind für Innentüren und Zargen zu beachten?

Dies ist wiederum abhängig vom Hersteller.

Allgemein kann man untenstehende Aussage treffen.

Genauere Inforamtionen erhalten Sie vom jeweiligen Hersteller.

Furnierte, klar lackierte Türen und Zargen:

Obwohl bei den meisten Herstellern hochfeste Lacke eingesetzt werden, sollten Sie Wasserspritzer umgehend auftrocknen, um Langzeitschäden zu vermeiden. An der Tür und Zarge herunterlaufende Wassertropfen können über die untere Stirnkante in die Furnierschicht eindringen und zu Aufquellungen und Farbveränderungen führen.
Vermeiden Sie den Einsatz von Möbelpolituren. Der Glanzgrad moderner Oberflächen ist auf eine Lange Beständigkeit ausgelegt, so dass ein „Aufpolieren“ nicht erforderlich ist. Im Gegenteil – es besteht die Gefahr, dass Sie mit stark wachshaltigen Polituren die offene Struktur der Echtholzporen zuschmieren und eine unansehnliche speckige Oberfläche erhalten.

Weiß-, RAL- und NCS-Lackoberflächen:

Der von vielen Hersteller eingesetzte Lack „UV-DD-Acryl“ ist, da er irreversibel aushärtet, äußerst resistent gegen mechanische oder chemische Beanspruchung. Meistens sind alle Lacke (UV-Acryl) formaldehydfrei, und entsprechen den Anforderungen für Sicherheit von Spielzeugen nach DIN, EN 71 Teil 3 "Migration bestimmter Elemente". Die Türen sind geschlossenporig lackiert und können leichtfeucht mit weichem Tuch und bei hartnäckigen Flecken mit einem milden Geschirrspülmittel gereinigt werden. Nicht mit Druck polieren, da sonst die Oberfläche den seidenmatten Glanz verliert.

Weiß lackiert mit Rundprofil:

Die Oberfläche von Weißlacktüren in Rundprofil und Zargen besteht bei einigen Herstellern aus einem mit UV-Acryllacken behandeltem Trägermaterial (Papier) und ist somit eine lackierte Oberfläche, ähnlich wie bei den eckigenTüren, wo die Oberfläche mit UV-Acryllacken auf der Absperrung aufgebaut ist.
Die Lackschichten haben sehr gute Oberflächeneigenschaften. Die hohen Festigkeiten und die gute Chemikalienresistenz sind für die nachträgliche Oberflächenbehandlung ungeeignet, d.h. andere Lacke haften nicht oder nur mangelhaft auf diesen Oberflächen. Die Türen sind geschlossenporig lackiert und können leichtfeucht mit weichem Tuch und bei hartnäckigen Flecken mit einem milden Geschirrspülmittel gereinigt werden. Nicht mit Druck polieren, da sonst die Oberfläche den seidenmatten Glanz verliert.

Dekor Oberflächen:

Dekoroberflächen bedürfen wegen Ihrer pflegeleichten und hygienischen, dichten Oberfläche keiner besonderen Pflege. Die Oberfläche ist im Allgemeinen leicht zu reinigen. Verwenden Sie zum Entfernen von haushaltsüblichen Verunreinigungen wie z.B. Fingerabdrücken oder Wasserspritzern, nur ein feuchtes weiches Tuch oder Fensterleder ohne besondere Reinigungsmittel. Bei hartnäckigen Flecken, hilft Ihnen ein wenig mildes Geschirrspülmittel.

CPL Oberflächen:

CPL Oberflächen bedarf wegen Ihrer widerstandsfähigen und hygienischen, dichten Oberfläche keiner besonderen Pflege. Die Oberfläche ist im Allgemeinen leicht zu reinigen. Verwenden Sie zum Entfernen von haushaltsüblichen Verunreinigungen wie z.B. Fingerabdrücken oder Wasserspritzern, nur ein feuchtes weiches Tuch oder Fensterleder ohne besondere Reinigungsmittel. Bei hartnäckigen Flecken, hilft Ihnen ein wenig mildes Geschirrspülmittel.

HPL Oberflächen:

HPL-Schichtstoffoberflächen bedürfen wegen ihrer widerstandsfähigen, hygienischen und geschlossenen Oberfläche keiner besonderen Pflege. Sie sind leicht zu reinigen. Besondere Pflegemittel sind überflüssig. Möbelpolituren und wachshaltige Reinigungsmittel dürfen nicht verwendet werden. Bei der Reinigung sollten Sie auf die Verwendung möglichst schonender Mittel achten. Insbesondere dürfen Sie keine Mittel verwenden, die scheuernde Bestandteile enthalten. Mitunter müssen bei Verschmutzungen spezielle Mittel eingesetzt werden, die ätzend, lösungsmittelhaltig oder brennbar sein können. In diesen Fällen sind die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften zu beachten und die Räume ausreichend zu belüften.
Für HPL Oberflächen gibt es je nach Verschutzungsgrad und Art verschiedene Reinigungsempfehlungen. Bitte fordern Sie hierfür weitere Informationen bei Ihrem Hersteller an.

Retuschieren und Ausbessern:

Leider lässt es sich nicht immer vermeiden, dass beim Umzug oder der normalen Nutzung die Tür von Schäden (Kratzern, Druckstellen, ...) heimgesucht wird. Der Ärger ist dann groß, doch oft ist der Schaden nochmals mit kleinen Hilfsmitteln zu beheben. Der Fachhandel hält für diese Fälle ein umfangreiches Sortiment an Ausbesserungsmaterialien bereit. Bei allen größeren Schäden wenden Sie sich bitte an Ihren Handwerksmeister oder Fachhändler. Dieser kann dann beurteilen, ob und wie er diese beheben kann.

20.) Müssen Holzzargen versiegelt werden?
Versiegelungen sind allgemein notwendig, um das Eindringen und Austreten von Feuchtigkeit zu verhindern. Bei Badezimmertüren und in Räumen, deren Böden regelmäßig feucht gereinigt werden, kann eine Versiegelung der Holztür daher durchaus sinnvoll sein.
Die Fuge zwischen Boden und Zarge sollte dementsprechend bei Kachel- oder Laminatböden am Fußpunkt versiegelt werden. So verhindern Sie ein Aufquellen, wodurch die Tür nicht mehr optimal öffnen bzw. schließen würde.
In Räumen ohne Feuchtigkeit ist keine Versiegelung notwendig.